Irakisches Raketenprogramm im Blickpunkt der UNO-Inspektionen

10. Februar 2003, 19:31
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Raketen Samud-2 und Fatah überschritten die von der UNO festgesetzte Maximalreichweite von 150 Kilometern

New York - Vor dem Bericht der UNO-Chefinspektoren an den Weltsicherheitsrat am Freitag in New York rückt in dieser Woche das irakische Raketenprogramm in den Blickpunkt der Rüstungskontrollen. Internationale Fachleute für Raketentechnik wollen in diesen Tagen die Produktion der irakischen Raketen Samud-2 und Fatah überprüfen, welche in einigen Tests die 1991 von den Vereinten Nationen festgesetzte Maximalreichweite von 150 Kilometern überschritten.

Chefinspektor Hans Blix berichtete dem Sicherheitsrat am 27. Jänner nach Angaben von Diplomaten, dass die Samud in 13 von 40 Tests die Schwelle von 150 Kilometern überschritten hat und in einem Fall sogar 183 Kilometer weit flog. Außerdem wurde der Durchmesser dieser Rakete den Angaben zufolge auf 760 Millimeter ausgeweitet, obwohl die UNO maximal 600 Millimeter zugelassen hat. Die Fatah flog demnach in acht von 33 Teststarts weiter als 150 Kilometern, wobei eine Höchstreichweite von 161 Kilometern erreicht wurde.

US-Außenminister Colin Powell bezeichnete beide Raketentypen in der vergangenen Woche vor dem UNO-Sicherheitsrat als verbotene Systeme und beschuldigte die irakische Führung, sie wolle ballistische Raketen mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern entwickeln.(APA/AP)

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