Erste Bürgermeisterin in Klagenfurt?

1. August 2008, 14:14
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Maria-Luise Mathiaschitz bewirbt sich als erste Frau um das Klagenfurter BürgermeisterInnenamt - sie tritt gegen VP-Amtsinhaber Scheucher an

Klagenfurt - Erstmals wird sich in Klagenfurt eine Frau um das BürgermeisterInnenamt bewerben. Die Ärztin Maria-Luise Mathiaschitz, Nachfolgerin des über einen Wahlbetrug gestolperten SPÖ-Stadtparteichefs und Vizebürgermeisters Ewald Wiedenbauer, wird bei der Gemeinderats- und BürgermeisterInnen-Direktwahl im März kommenden Jahres gegen den amtierenden ÖVP-Stadtchef Harald Scheucher und BZÖ-Stadtrat Christian Scheider antreten.

Kultur des Zusammenlebens

"Es kann keine schönere Aufgabe geben, als Bürgermeisterin meiner Heimatstadt zu werden", freute sich Mathiaschitz (51) am Freitag über die Nominierung in den zuständigen Parteigremien und präsentierte auch gleich ihr Grundsatzprogramm: "Als erste Bürgermeisterin der Landeshauptstadt will ich für eine neue Kultur des Zusammenlebens und für eine neue Rathaus-Kultur sorgen. Dafür werde ich kämpfen wie eine Löwin." Mit ihr als Bürgermeisterin werde "eine neues, ganz anderes Amtsverständnis" im Rathaus Einzug halten. Mathiaschitz: "Ein Amtsverständnis, das radikal Schluss machen wird mit dem derzeitigen 'Ich da oben, ihr da unten".

Bekanntheitsgrad  

Scheucher (68) hatte 1997 die Nachfolge von Langzeit-Bürgermeister Leopold Guggenberger angetreten und war sechs Jahre später nach einem knappen Sieg gegen Wiedenbauer bestätigt worden. 2005 hatte Scheucher die mehr als 30 Jahre alte Rathauskoalition mit den Freiheitlichen beendet, weil das BZÖ den Verkauf Tausender Gemeindewohnungen an eine Immobiliengesellschaft nicht mittragen wollte. BZÖ-Frontmann Scheider (44) ist seit dem Jahre 2001 Mitglied des Stadtsenats und für die Bereiche Soziales, Senioren, Wohnungsvergabe und Feuerwehren zuständig. Der frühere Sekretär von Landeshauptmann Jörg Haider verfügt bereits über einen großen Bekanntheitsgrad, den sich Mathiaschitz, zuständig für die Ressorts Gesundheit und Umwelt, noch erarbeiten muss. (APA)

 

  • "Es kann keine schönere Aufgabe geben, als Bürgermeisterin meiner Heimatstadt zu werden", so Mathiaschitz
    "Es kann keine schönere Aufgabe geben, als Bürgermeisterin meiner Heimatstadt zu werden", so Mathiaschitz
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