SPÖ-Frauen wollen Vätern Teilhabe an Betreuung erleichtern

19. August 2008, 12:39
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Vatertag: Mit Papamonat, "Arbeitszeitgrenze" und Adaptionen der Elternteilzeit sollen Männer "ins Boot" geholt werden

Wien - Die SPÖ-Frauen haben anlässlich des anstehenden Vatertags am 8. Juni ihre Forderungen nach einem "Papamonat" sowie nach Adaptionen der Elternteilzeit unterstrichen. "Wenn wir wollen, dass Frauen ihre Chancen im Beruf realisieren können, dann müssen wir in der Familienarbeit auf beide setzen - auf Mütter und auf Väter", erklärte Barbara Prammer, Nationalratspräsidentin und SPÖ-Frauenvorsitzende, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Rahmenbedingungen schaffen

Sie ist der "festen Überzeugung, dass Karenz und Kinderbetreuung ein Thema für Frauen und Männer zu sein hat". Gerade junge Männer wünschten sich eine Teilhabe an der Betreuungsarbeit, die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen. Es gelte, die Väter "ins Boot zu holen", ergänzte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer. Zum Beweis hatte sie zwei Karenz-Väter geladen, die denn auch durchwegs Positives zu berichten hatten.

Vorschläge

Die SPÖ pocht weiter auf die Einführung des sogenannten "Papamonats" - Verhandlungen darüber mit der ÖVP laufen -, auf Erleichterungen bei der Elternteilzeit sowie eine "Arbeitszeitgrenze" statt einer Zuverdienstgrenze für den Kindergeldbezug. Allzeit aufrecht bleibe auch die Forderung nach einem einkommensabhängigen Karenzgeld, betonte Prammer. (APA)

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    Die SP-Frauen sind überzeugt, dass sich gerade junge Männer eine Teilhabe an der Betreuungsarbeit wünschten - die Politik müsse nun die Rahmenbedingungen schaffen.
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