"Mädchen sind unsere Zukunft"

24. April 2008, 13:08
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"Jugend Eine Welt" unterstützt Selbsthilfegruppen für Mädchen und Frauen in Indien - Schwerpunkt liegt auf Empowerment

Am 24. April findet der sogenannte Girls' Day statt. Schon zum achten Mal wird der letzte Donnerstag im April in ganz Österreich zum Zukunftstag für Mädchen erklärt. Es geht darum, Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen, um einer gut ausgebildeten Generation junger Frauen weitreichende Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Rechte wahrnehmen

Der Ansatz auf Mädchen- bzw. Frauenpower zu setzen funktioniert international. Ein Beispiel sind die Selbsthilfegruppen in Vijayawada/Indien die von "Jugend Eine Welt" unterstützt werden. "Unser Prinzip heißt 'Empowerment of the Marginalized', was soviel bedeutet wie den am Rande stehenden mehr Rechte zu geben bzw. ihnen bewusst machen, dass sie Rechte haben", erklärt P. Noel Maddhichetty SDB. Der Salesianer Don Boscos und Projektpartner von "Jugend Eine Welt" koordiniert die Arbeit seines Ordens in der indischen Provinz Hyderabad.

Die Arbeit der Salesianer Don Boscos konzentriert sich demnach auf die Landbevölkerung, BewohnerInnen der Slums/Elendsviertel, Kinder und Frauen. Die Arbeit mit Mädchen und Frauen, auf der Basis von Selbsthilfegruppen hat sich in der Vergangenheit als besonders erfolgversprechend erwiesen. "Gestärkte Frauen und Mädchen beeinflussen ihre Familien, ihr Umfeld, ihre Gesellschaft", so P. Noel. Alleine in der Pfarre "Our Lady of Assumption", in einem der Slums der Stadt Vijayawada, sind 49 Selbsthilfegruppen beheimatet die von Frauen getragen werden. Zurzeit haben sie mehr als 400 Mitglieder. Doch die Zahl soll noch weiter wachsen.

Bildung, Gesundheit, Finanzen

Die Aktivitäten der Selbsthilfegruppen sind mannigfaltig. Gesundheitsprogramme sprechen Themen wie HIV, Aids, Malaria und Hygiene an. Um die Bewusstseinsbildung in Gesundheitsfragen zu stärken, werden Bewohnerinnen der Slums zu sogenannten "Community Health Workers" ("Geimschafts-Gesundheitsarbeiterinnen") ausgebildet. Ehrenamtlich klären sie dann ihre Nachbarschaft auf, verraten nützliche Tips und Tricks.

Schulbildung ist ebenfalls ein wichtiger Ansatz. Mädchen, leider brechen viele ihre Ausbildung frühzeitig ab, werden ermutigt und gecoacht. Für die ärmsten Mädchen gibt es Stipendien. Zusätzlich werden Berufsbildungskurse in den Bereichen EDV, Marketing, Kosmetik, Schneiderei und Kochen angeboten.

Die Salesianer Don Boscos und ihre MitarbeiterInnen unterstützen die Gruppen hauptsächlich durch Know How. Wie der Name schon sagt gilt das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Finanzierung passiert im Wesentlichen über die Mitglieder der Gruppen. Sie zahlen, nach ihren Möglichkeiten, auf eine gemeinsames Konto ein und vergeben daraus Kredite. Kurse in Buchhaltung und Finanzmanagement gehören ebenfalls zum Programm der Frauen.

"Wir werden unermüdlich weitermachen", so P. Noel: "Auch wenn es schwierig ist. Wir mussten auch schon Zentren schließen, weil wir sie nicht finanzieren konnten." Die Salesianer Don Boscos in Indien sind auf Spendengelder angewiesen. (red)

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Jugend Eine Welt

Spendenkonto

Jugend Eine Welt PSK 92.083.767, BLZ 60.000

Kennwort: Indien

 

  • Mit mehr Selbstbewusstsein in die Zukunft: Durch Bildung und Aufklärung stärken Selbsthilfegruppen in Indien die Position von Mädchen und Frauen.
    foto: jugend eine welt
    Mit mehr Selbstbewusstsein in die Zukunft: Durch Bildung und Aufklärung stärken Selbsthilfegruppen in Indien die Position von Mädchen und Frauen.
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