Crossing Europe: Lida Abdul zwischen Kabul, L.A. und Linz

28. April 2008, 10:51
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O.K Centrum für Gegenwartskunst präsentiert umfassende Werkschau der Afghanin, die Artist in Residence des Festivals ist

Linz - Artist in Residence-Künstlerin des Linzer Filmfestivals Crossing Europe ist heuer die 1973 in Kabul (Afghanistan) geborene Künstlerin Lida Abdul, die zu den Shootingstars der zeitgenössischen Kunstszene zählt.

Das O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz präsentiert mit Video-Installationen, Fotografien und Filmen bis 27. April eine umfassende Werkschau der Künstlerin von 1999 bis 2008, die Teil der Ausstellung "Biennale Cuvée - Weltauswahl der Gegenwartskunst" ist. Der Schwerpunkt liegt auf den Videoarbeiten der Künstlerin, die räumlich im O.K umgesetzt und durch das Filmprogramm ergänzt werden. Gezeigt werden auch ältere Werke, die sich mit der eigenen nomadischen Existenz auseinandersetzen (My city of no moments, 1998 bis 1999) und andere im Exil entstandene Arbeiten, wie zum Beispiel ihre schwarz-weißen Super8-Filme.

Video, Performance, Fotografie

Im Rahmen des Festivals fand Mittwochabend die Vernissage statt. Dabei kam es zu einer virtuellen Wiederbegegnung mit O.K Artist in Residence 2007 Sejla Kameric, mit der sie etliches gemeinsam hat: Beide sind künstlerisch äußerst vielfältig - das Filmprogramm repräsentiert nur ein Teil ihres Schaffens. Sie arbeiten neben Film mit Fotografie, Video, Installationen und Performance.

Geprägt ist Abduls Werk von der Auseinandersetzung mit ihrem Geburtsland Afghanistan. Vor den Sowjets musste sie mit ihren Eltern aus Kabul fliehen und wuchs in Flüchtlingslagern in Deutschland und Indien auf. Das Herumziehen in frühesten Tagen macht Abdul auch heute noch zur Nomadin, wie sie selbst sagt.
Heute arbeitet Abdul in Los Angeles und Kabul.
(APA/red)

 

  • Lida Abdul, PaintingUrsula Blickle videoarchiv, Kunsthalle Wien
    foto: standard/kunsthalle
    Lida Abdul, Painting
    Ursula Blickle videoarchiv, Kunsthalle Wien
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