Protein bei Brustkrebs entdeckt

22. April 2008, 10:49
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Dieses könne auch die Metastasenbildung stoppen und die Bösartigkeit des Tumors reduzieren

Chicago - ForscherInnen in den USA haben ein Protein entdeckt, welches das Wachstum von Brustkrebs deutlich verlangsamen kann. Laut einer am Montag in der US-Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Science" veröffentlichten Studie entdeckten die WissenschafterInnen ein Protein, das den Grad der Bösartigkeit von Brustkrebs-Tumoren beeinflusst. "Dieses Protein scheint das Tumorwachstum zu unterdrücken", sagte einer der Autoren der Studie, Kent Hunter vom National Cancer Institute bei Washington.

Hunter und sein Team fanden zudem heraus, dass das Protein die Bildung von Metastasen stoppen kann. In ihrer an Mäusen vorgenommenen Untersuchung setzten die ForscherInnen Kopien des Gens, welches das Protein enthält, in einen Tumor ein. Die Geschwulst löste sich zwar nicht auf, wurde aber nur ein Zehntel so groß wie ein Vergleichstumor, in den das Protein nicht eingeführt wurde. Die Molekularstruktur des ersten Tumors wies zudem weniger Merkmale von Bösartigkeit auf als der andere Tumor. Außerdem streute er nicht.

Es müsse ein Medikament entwickelt werden, welches das Protein-Gen in den Tumoren aktiviere, sagte Hunter. "Das würde die Bösartigkeit des Tumors reduzieren und das Überleben der Patientinnen verlängern." Dem Forscher zufolge kann die Präsenz oder das Fehlen des Proteins Aufschluss darüber geben, ob einer Patientin die Bildung von Metastasen droht. Dadurch könne möglicherweise vielen Menschen eine harte Krebstherapie erspart werden. (APA/AFP)

  • Protein kann die Bildung von Metastasen stoppen
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    Protein kann die Bildung von Metastasen stoppen
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