Interkulturelle Mädchenarbeit

20. April 2008, 08:00
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Mädchen mit Migrationshintergrund unterscheiden sich: Sie sind in Österreich geboren, selbst zugewandert, haben unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Erfahrungswelten, leben in binationalen Familien und gehören verschiedenen Generationen an. Sie leben in unterschiedlichen Familienformen oder Lebensmodellen, haben vielfältige Ressourcen, Stärken und Vorstellungen von einem "guten" Leben. Gleichzeitig gehen die Kategorien "kulturelle Zugehörigkeit" und "Geschlecht" - und ihre komplexen Dynamiken - in machtvolle gesellschaftliche Konstruktionen und Diskurse ein.

Diese zeigen sich u.a. in patriarchalen und rassistischen Strukturen und Alltagspraktiken, aber auch in Normalitätsannah-men, Fremd- und Selbstzuschreibungen. Sie haben somit Auswirkungen auf die Verteilung von Ressourcen, die Alltags- und Lebensbewältigung, Erfahrungen und Zugänge von Mädchen und jungen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund.

Referentin

Nicole Lormes arbeitet seit über sieben Jahren im Bereich der offenen (Kinder- und) Jugendarbeit vor allem mit dem Schwerpunkt Mädchenarbeit/Mädchenpolitik. In der praktischen Arbeit und der theoretischen Auseinandersetzung gilt ihr Interesse der Unterschiedlichkeit von Mädchen/Frauen, der Betroffenheit von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und den Konzepten der Mädchenarbeit bzw. der Frauenbewegung. Ihr Erkenntnisinteresse ist u.a. wie in Frauen- und Mädchenzusammenhängen Machtverhältnisse wirken, welche Mädchen/Frauen in homogenisierenden Konzepten unsichtbar gemacht werden und wie Vielfalt produktiv leb- und gestaltbar ist."

Inhalte

• Lebenswelten/Lebenslagen von Mädchen mit Migrationshintergrund

• Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund als Expertinnen ihrer Lebenswelt

• Ermöglichung von Partizipation und Teilhabe

• Sichtbarmachen der Vielfalt von Mädchen

• Bedeutung von eigenen Grundhaltungen und (kulturellen) Verwobenheiten bzw. Verortungen

• Zugang zu Einrichtungen und Projekten für Mädchen mit Migrationshintergrund

• Erwartungen an Pädagoginnen seitens der Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund

• Interkulturelle und antirassistische Perspektive als Grundhaltungen und Prinzipien der MA

• Strukturelle Voraussetzungen für Einrichtungen/Projekte, um Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund zu erreichen, beraten und unterstützen (red)

 

Link

Eine Veranstaltung von make it – Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg
Tel.: 0662/ 84 92 91 – 11 Fax DW 16 / E-mail

Termin

Samstag, 25. April von 9.00 – 12.30 Uhr
Seminarraum Akzente Salzburg 4. Stock
Glockengasse 4c, 5020 Salzburg

Nur für Frauen.

  • Mädchenarbeit hat den Anspruch allen Mädchen und jungen Frauen gerecht zu werden.
    foto: akzente
    Mädchenarbeit hat den Anspruch allen Mädchen und jungen Frauen gerecht zu werden.
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