Hilfe zur Selbsthilfe mit sowhat

13. April 2008, 17:00
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Das Institut für Menschen mit Ess-Störungen bietet seit kurzem eine neue Beratungs- und Informationsschiene

Ess-Störungen entwickeln sich "schleichend" - am Anfang steht eine Unsicherheit mit sich selbst, die auf den Körper projiziert wird und über eine harmlose Diät scheinbar aufgelöst werden kann. Mit den fallenden Kilos gewinnt so manche/r vermeintliches Selbstbewusstsein und glaubt, ihre/seine Probleme über das Nicht- oder Wenig-Essen in den Griff bekommen zu können. Und schon sitzt frau/man in der Falle, die Eigendynamik setzt ein, die Ess-Störung ist da.

In schweren und lang anhaltenden Fällen kann es zu massiven gesundheitlichen Schäden und soziopsychischen Problemen kommen. Daher gilt: je früher eine Ess-Störung erkannt und die/der Betroffene bzw. das Umfeld bereit ist, Hilfe anzunehmen, umso wahrscheinlicher, besser und nachhaltiger sind die Erfolge.

sowhat, Institut für Menschen mit Ess-Störungen, seit fünfzehn Jahren als ambulante Einrichtung mit zwei Standorten in Österreich vertreten, bietet seit kurzem eine neue Beratungs- und Informationsschiene, die sich an Betroffene, Angehörige sowie Interessierte richtet. Wobei diese Art der Unterstützung als "Hilfe zur Selbsthilfe" verstanden wird.

Psyche - Essen - Körper

Nun gibt es unter dem Titel "Psyche - Essen - Körper" neue Gruppenangebote für April und Mai: Im Kochworkshop mit Tipps für Frühstück, Mittag- und Abendessen und beim Einkaufstraining im Supermarkt erhalten an gesunder Ernährung Interessierte wertvolle Informationen und praktische Anregungen. (22. April). Die Körperwahrnehmungsgruppen "Körper-Sinn" und "Körper-Freude" richten sich besonders an von einer Essstörung betroffene Personen und deren Mütter. In der Gruppe geht es um die Annäherung an die eigene Körperlichkeit und die dazugehörigen Gefühle und damit auch um das Thema "Frau sein" (25. April).

Wer sich für die Zusammenhänge zwischen Essen und Psyche interessiert und einen psycho-somatischen Blick wagen möchte, ist gut beraten mit der Reihe von Informationsabenden "Wohlfühlen hat Gewicht". Erklärt werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche und welche Rolle das Essen dabei spielt (20. Mai).

Seit einigen Monaten besteht auch eine eigene Selbsthilfegruppe für Männer mit Ess-Störungen, die in Kooperation mit dem Verein Mann-sein ins Leben gerufen wurde. Auch die therapeutisch geleitete Gruppe für Angehörige geht bereits in die zweite Runde.

Alle weiteren Informationen sowie detailierte Angaben zu den Gruppenangeboten finden Sie auf der Homepage von www.sowhat.at im roten Bereich. (dabu/dieStandard.at 13.04.2008)

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