Studie: Rentenpläne zu positiv berechnet

9. Februar 2003, 20:15
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Aktionäre müssen sehr lange warten, bis ihr Portfolio wieder in den positiven Bereich kommt

London - Eine Untersuchung der renommierten London Business School ergibt, was viele nicht auszusprechen wagen: Aktionäre müssen sehr lange warten, bis ihr Portfolio wieder in den positiven Bereich kommt. Am Beispiel des breiten Londoner Marktindex FTSE 100 zeigt diese Untersuchung, dass es von jetzt weg gesehen ganze 15 Jahre dauern wird, bis der einstige Höchststand von 1999 wieder erreicht ist. Bei einer angenommenen jährlichen Steigerung von acht Prozent hätte der FTSE 100 eine 50-prozentige Chance, bis 2018 seinen Höchsstand wieder zu erreichen.

Investoren und Unternehmensleiter seien demnach derzeit "irrational optimistisch", was die Rückkehr in die Gewinnzonen ihrer Investments betrifft, heißt es in der Studie. Auch über einen Zeitraum von 20 Jahren seien Aktien kein sicheres Investment, weisen die Londoner nach. Japaner brauchen gar 50 Jahre, um sich einer Nettorendite bei Aktieninvestments (im Heimmarkt) sicher zu sein.

Unternehmen im breiten US-Index S&P 500 gehen derzeit davon aus, dass sie jährlich - ohne Inflation - eine Rendite von zehn Prozent erzielen. Daraus errechnen sie auch ihre Rentenpläne. "Es wäre besser, von fünf bis sechs Prozent auszugehen", raten die Studienautoren Elroy Dimson, Paul Marsh und Mike Staunton. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 10.2.2003)

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