Wissen: Zweite Säule mit Tücken

9. Februar 2003, 20:09
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Zusatzrentner müssen heuer mit Einbußen rechnen

Mit bis zu zwölf Prozent weniger müssen die Zusatzrentner heuer rechnen. Dass nicht schon im Vorjahr viel weniger ausgezahlt wurde, liegt an den

Schwankungsrückstellungen,

ein Kapitalpolster, der aber bei vielen Kassen bereits aufgebraucht ist. Gut steigen in jedem Fall nur jene aus, deren Firmen sich zu einem

leistungsorientierten System

bekannt haben, denn dort wird die Auszahlungshöhe garantiert. Das sind etwa 10.000 Zusatzrentner. Der Rest steckt in einem

beitragsorientierten System

ohne Garantien. Die Kassen geben ja

keine Kapitalgarantien.

Veranlagt darf bis zu 40 Prozent in Aktien werden. Um Verlustgeschäfte zu vermeiden, legen die Kassen alle gemeinsam an. So sind Alte demselben Aktienrisiko ausgesetzt wie Junge. Die jüngsten Diskussionen haben aber dazu geführt, dass Modelle für eigene Veranlagungsgemeinschaften etabliert werden sollen - also hoher Aktienanteil mit mehr Ertragschance, aber kurzfristig auch viel mehr Verlustrisiko für junge Einzahler und ganz geringer Aktienanteil für Pensionistengemeinschaften. (kbau/DER STANDARD Print-Ausgabe, 10.2.2003)

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