Für einen neuen Feminismus kämpfen

7. April 2008, 19:00
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Buch "New Feminism" will Repolitisierung der Bewegung und schlägt "politisch motivierten Bruch" mit Geschichte und Gegenwart vor

Am Montag, 7. April um 19 Uhr wird im WUK Kunsthalle Exnergasse "New Feminism. World of Feminism, Queer and Networking Conditions." präsentiert.

Das Buch mit 41 Beiträgen von 60 Theoretikerinnen, Künstlerinnen und Aktivistinnen (474 Seiten) ist eine Anthologie mit feministischen, lesbischen und queeren Positionen, die für einen "New Feminism" eintreten und kämpfen. "New Feminism" eröffnet die Diskussion an den Schnittstellen der gegenwärtigen Veränderungen im Feminismus, indem die Akteurinnen nach den Bedingungen innerhalb des globalen Kapitalismus fragen, welche Konzepte und Paradigmen in Bezug auf Arbeit, Migration, Kapital und Demokratie verändern.

"Im Buch fragen wir nach einer dringenden Einführung von Themen und Agenden in die feministische Theorie und Praxis, die gegen Frauenhandel und Migrationsregime eintreten und mögliche neue Modelle für ihre Repräsentation und Artikulation reflektieren. 'New Feminism' ist ein Begriff, der zunächst eine vereinfachende Kontinuität der feministischen Bewegung aufbrechen will und neue Handlungsmöglichkeiten und Themen innerhalb der Bewegung einzuführen anstrebt.

Wenn wir eine neue Genealogie etablieren wollen, ist es notwendig, diese außerhalb der bekannten Muster der Übersetzung anzusetzen, die von unbekannten Territorien in die renommierte internationale Arena verlaufen, wobei unbekannte Räume in vertrautes Vokabular übersetzt werden. Wir wollen mit diesem Prozess brechen, und fragen jene, die in ihren Räumen engagiert sind, um die Formulierung ihres Engagements und ihrer Reflexion.

Wir schlagen einen politisch motivierten Bruch mit der Geschichte und Gegenwart des Feminismus vor.

Wir wollen die bereits etablierte Mainstream-Geschichte, ihr Vokabular und die Herstellung von Bedeutungen im Feminismus in Frage stellen.

Die Idee war daher, eine 'Deklaration' mit wichtigen Positionen und Standpunkten zu präsentieren, die nicht länger als 'geografische Extravaganzen' wahrgenommen werden sollten, sondern vielmehr als eine klare Repolitisierung der feministischen Bewegung. (Marina Grzinic/Rosa Reitsamer)

Diskussion

Bei der Präsentation sprechen die Autorinnen MAIZ (Rubia Salgado) und Klub Zwei (Jo Schmeiser) / Eva Egermann und Kati Morawek / Lisa Rosenblatt / Marty Huber / Katharina Miko und Karin Sardadvar und die Herausgeberinnen Marina Grzinic und Rosa Reitsamer. Moderation: Eva Blimlinger. (red)


 

 

 

Link

WUK Kunsthalle Exnergasse
Währingerstraße 59, 2. Stiege, erster Stock, 1090 Wien

Die Buchpräsentation ist von der Klasse für Post-konzeptionelle
Kunstpraxen an der Akademie der bildenden Künste Wien mitorganisiert.

 

  • New Feminism. World of Feminism, Queer and Networking Conditions

Hg. Marina Grzinic und Rosa Reitsamer, Löcker Verlag, Wien 2008.
    foto: cover
    New Feminism. World of Feminism, Queer and Networking Conditions

    Hg. Marina Grzinic und Rosa Reitsamer, Löcker Verlag, Wien 2008.
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