Stichwort: EU-Jahr behinderter Menschen

9. Februar 2003, 19:00
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Der Auftakt für das Aktionsjahr verlief in Österreich denkbar schlecht

Wien - Wenn das kein Auftakt für ein Aktionsjahr wie 2003, das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen" ist: Seit Jahresbeginn gibt es für Betriebe, die Aufträge an Einrichtungen behinderter Menschen vergeben, keine Steuerprämie mehr - ein Abschiedsgruß der scheidenden schwarz-blauen Regierung, die ihre Arbeit im Jahr 2000 mit der Besteuerung der Unfallrenten (die später repariert werden musste) aufnahm.

2003 soll also durch diverse Aktionen auf nationaler und internationaler Ebene auf die weiterhin benachteiligte Situation behinderter Menschen aufmerksam gemacht werden. "Diese Menschen", schreibt das Sozialministerium in seinem Aktionsprogramm, "stehen einer Vielzahl von Hindernissen gegenüber - sowohl in ihrem Berufsleben als auch in ihrem Alltag. Sie tun sich schwerer, einen Arbeitsplatz zu bekommen und diesen auf Dauer zu behalten." Ab 15. Februar tingelt ein EU-weiter Marsch zum Jahr 2003 durch Österreich.

Für Organisationen behinderter Menschen ist das wichtigste Ziel ein Gleich-stellungsgesetz: Damit soll das Diskriminierungsverbot der Verfassung in konkreten Bestimmungen umgesetzt werden, gegen Benachteiligungen sollen Klagen möglich werden. (spu/DER STANDARD Print-Ausgabe, 10.2.2003)

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