Abzug von Diplomaten aus dem Irak und Nahost beginnt

9. Februar 2003, 14:54
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USA ziehen nicht dringend benötigtes Personal ab

Hamburg - Einige Länder haben damit begonnen, ihre Diplomaten und deren Angehörige wegen der Kriegsgefahr aus dem Irak zurückzurufen. Die USA ziehen nach Medienberichten vom Samstag alle Botschaftsangehörigen, deren Anwesenheit nicht zwingend notwendig ist, sowie deren Familien aus dem Nahen Osten ab. Betroffen seien Israel, Jordanien, Libanon und Syrien. Das US-Konsularbüro in der polnischen Botschaft in Bagdad wird geschlossen. Polen hatte bisher die Interessen der USA vertreten, da Washington keine diplomatischen Beziehungen zu Bagdad unterhält. Die USA forderten auch alle ihre Bürger auf, diese Länder zu verlassen.

Malaysia hat alle Familienangehörige ihres Botschaftspersonals im Irak abgezogen. Das erklärte Außenminister Syed Hamid Albar am Sonntag. Die Prager Regierung hat bereits in den vergangenen Wochen damit begonnen, die meisten ihrer Vertreter aus dem Irak abzuziehen. In Bagdad würden nur untere Dienstränge bleiben, hieß es aus Prag. Das britische Außenministerium erklärte dagegen, es habe noch keine Ankündigung gemacht. Die Botschaften in der Region operierten derzeit mit voller Personalstärke. (APA/dpa)

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