"Mittwochkogel" - ein Geheimtipp?

13. Februar 2003, 12:20
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Ein besonders "wintertauglicher" Berg, der Hohe Mandling in den niederösterreichischen Voralpen

"Gemma auf den Mittwochkogel?" Diese Frage wird unter Kennern der niederösterreichischen Voralpen nicht selten bejaht. Allerdings, auf den Karten findet man einen Berg dieses Namens nicht, denn unter "Mittwochkogel" versteht man den Hohen Mandling, auf dessen Gipfel die Berndorfer Hütte steht. Und die hat im Winter - bis Ende März - nicht nur an den Wochenenden, sondern auch jeden Mittwoch offen.

Besonders stark frequentiert sind naturgemäß die Anstiege auf der Sonnseite, aus dem Piestingtal, dort findet man in der Regel auch bei Schneelage eine gute Spur vor, die das Fortkommen sehr erleichtert. Gute Verbindungen auf der Gutensteiner Linie der ÖBB ermöglichen auch eine Überschreitung. Die nördliche Seite, vom Triestingtal aus, wird wegen des relativ langen Anmarsches zum Fuß des Hohen Mandling seltener begangen. Beim Aufstieg bieten viele freie Flächen eine beeindruckende Sicht zum Schneeberg und zur vorgelagerten Dürren Wand, zu Gippel, Göller, Ötscher und Dürrenstein. Auch die lang gestreckte Hohe Wand liegt im Blickfeld.

Der Wildbestand des Hohen Mandling ist enorm, mit etwas Glück bekommt man neben Rehen und Hirschen sogar den scheuen Auerhahn zu Gesicht. Man sollte sich in diesem Jagdgebiet entsprechend ruhig verhalten.

Die Route

Von der Bahnstation Ortmann erreicht man auf der roten Markierung im gemütlichen Aufstieg über den ehemaligen Mandlinghof in etwa 1¾ Stunden die Berndorfer Hütte. Auf der roten Markierung geht es weiter hinab in einen Sattel, im Gegenanstieg überschreitet man den Kleinen Rosenkogel und biegt dann im nächsten Sattel scharf rechts ab, um durch das Stampftal die Bahnstation Oed zu erreichen. Gehzeit ab Berndorfer Hütte 2 Stunden.

Gesamtgehzeit 3¾ Stunden, Höhenunterschied ca. 500 m. Berndorfer Hütte an Wochenenden und bis Ende März auch mittwochs bewirtschaftet. Die Strecke zw. Ausgangs-und Endpunkt überbrückt man am besten per Bahn. Bundesamtskarte 1:25.000 od. 1:50.000, Blatt 75 (Puchberg am Schneeberg); Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000. (DER STANDARD, Printausgabe vom 8./9.2.2003)

Von
Bernd Orfer
  • Schneeberg
    foto: tiscover

    Schneeberg

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