Acht Millionen Rinder wegen Dürre in Australien notgeschlachtet

9. Februar 2003, 13:59
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In vielen Regionen fiel seit einem Jahr kein Regen

Canberra - Rund acht Millionen Rinder sind in Australien wegen der anhaltenden Dürre im letzten Halbjahr des vergangenen Jahres notgeschlachtet worden. Wie der Verband der Fleischindustrie am Sonntag in Canberra mitteilte, sind viele Bauern nicht mehr in der Lage, ihr Vieh mit Wasser und Futter zu versorgen.

Die hohen Kosten für Getreide und drastischen Wasserbegrenzungen führten in der Fleischindustrie zu großen Ungewissheiten. Wirtschaftsexperten befürchten, dass australische Rindfleischexporte in diesem Jahr um fünf Prozent zurückgehen könnten. Im laufenden Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni endet, schrumpfe der Wert australischer Agrarexporte vermutlich um 13 Prozent.

In vielen Regionen Australiens hat es seit einem Jahr nicht mehr geregnet. Seit 1900 sind nur drei Jahre aufgezeichnet worden, die trockener als 2002 waren. Die Dürre wird auf das Wetterphänomen El Nino zurückgeführt, einer Erwärmung des Pazifikwassers entlang des Äquators. Australien ist einer der weltweit größten Rindfleischexporteure. Seine wichtigsten Märkte sind die USA, Japan, Kanada und Asien. (APA/AP)

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