Hochwasser am Ebro

9. Februar 2003, 12:36
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In Südostspanien droht hingegen Notstand wegen Dürre

Saragossa/Valencia - Die Situation in den Hochwassergebieten in Nordspanien hat sich am Sonntag entspannt. Der Pegel des Ebro, des wasserreichsten Flusses des Landes, ging nach Angaben der Behörden bei Saragossa auf 5,73 Meter zurück. Damit entging die Hauptstadt der Region Aragón einer Überschwemmungskatastrophe. Viele kleinere Ortschaften standen dagegen weiterhin unter Wasser.

Zahlreiche Straßen blieben gesperrt. In der Gegend um Saragossa wurden 10.000 Hektar Ackerland überflutet. Wegen starker Regenfälle und der Schneeschmelze hatte Spanien in dieser Woche die schlimmsten Überschwemmungen der vergangenen 22 Jahre erlebt. Der Pegel des Ebro erreichte zeitweise den höchsten Stand seit 1961.

Der Südosten des Landes erlebt hingegen eine der schlimmsten Dürreperioden. Für die Hafenstadt Alicante wurde nach Angaben der Zeitung "El País" wegen Wassermangels die Ausrufung des Notstands erwogen. "Das Defizit ist so gravierend, dass unsere Reserven trotz aller Investitionen in Anlagen für die Trinkwasser-Aufbereitung und für die Meerwasser-Entsalzung nicht einmal für das Nötigste reichen", sagte der Regierungschef der Region Valencia, José Luis Olivas. (APA/dpa)

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