Nelson Mandela soll vermitteln

9. Februar 2003, 10:14
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Arabische Staatschefs hoffen auf Hilfe - Mandela: Nur mit UNO-Auftrag

Johannesburg - Der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela soll einem Zeitungsbericht zufolge im Irak-Konflikt vermitteln. Darum hätten unter anderem arabische Staatschefs den Friedensnobelpreisträger gebeten, sagte Mandelas Sprecherin der Zeitung "Sunday Times". Demnach solle Mandela den irakischen Machthaber Saddam Hussein dazu bewegen, ins Exil zu gehen, um so einen Krieg zu verhindern. Mandela sei bereit zu vermitteln, wenn er von den Vereinten Nationen dazu beauftragt werde, sagte die Sprecherin weiter. Mandela hatte US-Präsident George W. Bush vergangene Woche wegen seiner Irak-Politik scharf kritisiert.

Auch die südafrikanische Regierung sprach sich deutlich gegen einen US-Angriff aus. Der südafrikanische Vize-Außenminister Aziz Pahad reiste am Freitag nach Bagdad, um das Land zur besseren Zusammenarbeit mit den UNO-Inspektoren zu bewegen. Anfang der 90er Jahre hatte die damalige Apartheid-Regierung in Südafrika zugegeben, Atomwaffen entwickelt zu haben. Unter der Aufsicht der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO wurden die Waffen zerstört. Auch der UNO-Chefinspektor für den Irak, Hans Blix, war damals an den Kontrollen beteiligt. Blix lobte die Abrüstung in Südafrika als Vorbild für den Irak. (APA/AFP)

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