Ultimatum irakischer Kurden an El-Kaida-Verbündete

8. Februar 2003, 20:17
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Kapitulation oder Angriff - Die "Helfer des Islam" verschanzen sich nun in Höhlen und Bunkern

Suleimanijeh - Die Patriotische Union Kurdistans (PUK) hat am Samstag der Ansar-el-Islam-Miliz im Nordosten des Irak ein Ultimatum gestellt. Sie solle sich entweder ergeben, oder sie würde in den nächsten Tagen angegriffen, hieß es in einer in Suleimanijeh veröffentlichten Erklärung.

Die Ansar el Islam (Helfer des Islam) gelten als Untergruppe des El-Kaida-Terrornetzwerks. Ihre auf 700 bis 900 Mann geschätzte Miliz hat sich im vergangenen Jahr gebildet und liefert sich in den Bergen östlich von Suleimanijeh und nahe der Grenze zu Iran Gefechte mit den kurdischen "Peschmergas". Von gefangen genommenen oder getöteten Ansar-Kämpfern erbeutete Dokumente bewiesen, dass die Gruppe Beziehungen zu El Kaida habe und zu Taliban-Zeiten in Afghanistan ausgebildet worden sei, teilte die PUK mit.

Nach lokalen Augenzeugenberichten haben sich die Ansar-Kämpfer in Erwartung eines Angriffs in Höhlen und Bunker zurückgezogen. Die PUK hat Kämpfer und Material an die Front mit den Ansar-Fundamentalisten vorgeschoben. US-Truppen, die bereits im Nord-Irak eingesetzt sind, unterstützen sie dabei angeblich mit Hubschraubern. (APA/dpa)

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