Nach Bluttat in Saalfelden: 21-Jähriger legte Geständnis ab

9. Februar 2003, 12:14
1 Posting

Nach homosexuellen Angeboten des späteren Opfers kam es zum Streit

Salzburg - Nach dem Mord an einem 54-Jährigen am Freitagabend in Saalfelden legte ein 21-jähriger Tatverdächtiger am Samstag ein Geständnis ab. Der mutmaßliche Täter, der bei seinem Opfer wohnte und arbeitslos war, wurde in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert. Die Obduktion ergab, dass Peter Trattner nach Schnitten im Halsgewebe an seinem eigenen Blut erstickt ist, teilte die Gendarmerie am Sonntag mit.

Die Ermittlungen der Kriminalisten ergaben folgenden Tathergang: Am Freitagabend waren Peter Trattner, sein 21-jähriger Mitbewohner, dessen Freundin und deren Bruder in der Wohnung in Saalfelden zusammengesessen. Dabei war es nach Alkoholkonsum anfangs zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen. Diese arteten aber bald in Tätlichkeiten aus. Grund für den Streit waren homosexuelle Angebote des späteren Opfers an seinen Untermieter in Gegenwart von dessen Freundin. Die junge Frau und ihr Bruder verließen später die Wohnung.

Streit eskaliert

Als die beiden Kontrahenten allein waren, eskalierte der Streit. Trattner soll ein Hackbeil gegen den Kopf des Tatverdächtigen geschleudert haben. Der junge Mann konnte sich rechtzeitig ducken und nahm daraufhin ein herumliegendes zwanzig Zentimeter langes Gemüsemesser, stürzte sich auf den auf der Couch sitzenden Trattner und stach mehrmals auf den Halsbereich des Opfers ein.

Als die Geschwister zurückkamen, wurden sie Zeugen der Bluttat. Sie verständigten Rettung und Gendarmerie. Doch für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Trattner starb noch in der Wohnung. (APA)

Share if you care.