Urlauberwechsel - "Absolutes Verkehrschaos"

9. Februar 2003, 10:33
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Noch Samstagabend Kilometer zähflüssiger Verkehr - Kettenpflicht auf praktisch allen Nebenstraßen - Lawine blockiert Grenzübergang

Wien- Ein "absolutes Verkehrschaos" hat am Samstag nach Angaben des ÖAMTC in Tirol geherrscht. Ausschlaggebend seien der "extrem dichte" Urlauberrückreiseverkehr und die schlechten Wetterverhältnisse gewesen, teilte der Autofahrerclub der APA am Abend in Wien mit. Viele Fahrer steckten noch am Abend auf der A12 in Richtung Deutschland fest und würden vom Roten Kreuz mit Decken und warmen Getränken versorgt. Sie mussten teilweise seit Stunden im Stau verharren. Insgesamt gebe es auf 40 Kilometern sowie 25 weiteren Kilometern auf deutsche Seite zähflüssigen Verkehr. Auf auf der Gegenfahrbahn habe es kilometerlange Staus gegeben.

Nach vom ÖAMTC angeführten Angaben der Gendarmerie wird sich die Lage in den Nachtstunden nur langsam entspannen. Kurzfristig sei am Nachmittag sogar überlegt worden, die A 12 zu evakuieren, hieß es. Während nämlich ansonsten der Verkehr zum "Urlauberschichtwechsel" am Samstagnachmittag nachlasse, habe er diesmal zugenommen. Am Abend sei daher die Situation regelrecht "eskaliert". Zu größeren Unfällen sei es nicht gekommen. Zahlreiche Autolenker hätten aber ihre Geduld verloren und hätten der Kolonne auf dem Pannenstreifen oder mit gewagten Wendemanövern zu entfliehen versucht. Vereinzelt habe es Auffahrunfälle gegeben.

Auf praktisch allen höher gelegenen Nebenstraßen in Tirol herrsche wegen der anhaltenden Schneefälle Kettenpflicht. Auf der B177 (Seefelder Bundesstraße) sei bei Scharnitz kurz nach dem Grenzübergang auf deutscher Seite zudem eine Lawine abgegangen. Als Ausweichroute sei den nach Hause fahrenden Urlaubern nur die ohnehin völlig überlastete Fernpass-Bundesstraße zur Verfügung gestanden. (APA)

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