München: 20.000 Teilnehmer bei Friedensdemo

8. Februar 2003, 15:26
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Polizei nahm in der Nacht 23 Menschen fest - 3.500 Beamten im Einsatz - um Tagungsort abzuriegeln

München - Mindestens 20.000 Menschen sind am Samstag am Rande der Sicherheitskonferenz in München gegen einen möglichen Irak-Krieg auf die Straße gegangen. Bei Schneefall und Minustemperaturen versammelten sich nach Polizei-Schätzungen bis zu 10.000 Menschen zu einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds, von Kirchen und politischen Parteien im Stadtzentrum. "Wir demonstrieren gegen einen Irak-Krieg, nicht gegen die Sicherheitskonferenz", stellten Redner klar.

Friedlicher Verlauf

Anschließend zogen zahlreiche Teilnehmer in die Fußgängerzone der Innenstadt, wo sich über 10.000 Menschen zu einer weiteren Kundgebung linker Gruppen versammelten. "Wir wehren uns" und "no blood for supermania" hieß es auf Transparenten. Die Polizei nahm einen Demonstrationsteilnehmer wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz fest, ein weiterer wurde in Gewahrsam genommen.

Die 3.500 Sicherheitskräfte begleiteten die Demonstrationen. Die Kundgebungen seien bisher friedlich verlaufen, betonte eine Polizeisprecherin. "Es sind aber aus unserer Sicht gewaltbereite Störer dabei."

Am späten Freitagabend hatte die Polizei bei einer Razzia in einem Cafe 23 junge Leute in Gewahrsam genommen. Zuvor hatten mehrere Tausend Menschen in der Innenstadt friedlich gegen die Sicherheitskonferenz und einen Krieg im Irak demonstriert. Auch eine Lichterkette von Friedensdemonstranten kurz vor Mitternacht ging ohne Probleme über die Bühne. (APA/dpa)

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