Rasante Zunahmen bei Hotspots in Westeuropa

12. Februar 2003, 19:54
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IDC erwartet weiterhin starkes Wachstum - Gesetzliche Hürden als Hemmnis

Nach einer von Marktforscher IDC in Amsterdam veröffentlichten Studie hat die Anzahl der öffentlichen Hotspots in Westeuropa im vergangenen Jahr rasant zugenommen. Nachdem der Markt sich im Jahr 2001 kaum entwickelt hat, wuchs die Anzahl der öffentlichen WLAN-Access-Points im vergangenen Jahr um 327 Prozent auf 1.150 Standorte. Für das laufende Jahr erwarten sich die Marktforscher weiter ein ungebremstes Wachstum.

Weitere Mitspieler kommen

"Im Jahr 2003 werden weitere Mitspieler in den WLAN-Markt drängen. Wir erwarten nicht nur spezialisierte WLAN-Unternehmen auf dem Markt, sondern dass auch etablierte Mobilfunkanbieter und Telekoms WLAN in ihre Angebotspalette aufnehmen", erklärte Evelien Wiggers, Senior Research Analyst für IDC's "European Telecommunications and Networking".

Gesetzliche Hürden

IDC macht vor allem gesetzliche Hürden für den langsamen Start von WLAN in Westeuropa verantwortlich. Sobald diese aus dem Weg geräumt waren, setzte ein explosionsartiges Wachstum ein. Besonders die skandinavischen Staaten hatten hier einen Frühstart, so IDC. Mit der Anzahl der Hotspots wuchs auch die Anzahl der Anbieter, die allerdings in der Regel neugegründete kleine Unternehmen waren, die nur lokal anbieten.

Dementsprechend ist der Markt stark fragmentiert und kaum eines der Unternehmen verfügt über Roaming-Abkommen mit anderen Anbietern. So erhalten Telia-Kunden nur in Skandinavien Zugang zu Hotspots, während etwa Benutzer von metronet auf Österreich begrenzt sind.(pte)

  • Artikelbild
    foto: afpi/epa/mike nelson
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