Bogota: Tausende demonstrierten gegen Gewalt

11. Februar 2003, 18:18
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Zahl der Todesopfer des Anschlags steigt auf 35

Bogota - Die Zahl der Todesopfer des Bombenanschlags in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota ist auf 35 gestiegen. Zwei Personen, die am Freitag bei der Explosion von insgesamt zwei Autobomben auf dem Parkdeck einer Vergnügungs- und Freizeitanlage schwer verletzt worden waren, seien im Krankenhaus gestorben, teilte der Staatsanwalt Luis Camilo Osorio am Montag (Ortszeit) mit. Insgesamt waren mehr als 160 Menschen bei dem Anschlag verletzt worden.

Auch am Montag demonstrierten wieder Tausende Menschen in Bogota gegen die Gewalt. "Schluss mit der Barbarei", forderten die Demonstranten. Präsident Alvaro Uribe rief vor allem die Nachbarländer zu verstärkter Kooperation bei der Bekämpfung des Terrorismus auf. Er werde eine diplomatische Offensive starten, damit die Täter keinen Unterschlupf in der "demokratischen Welt" erhielten.

Vize-Präsident Francisco Santos Calderon hatte die marxistische Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) des Anschlags beschuldigt. Die FARC bekämpfen den Staat schon seit fast 40 Jahren und hatten vor einem Jahr begonnen, ihren Kampf auch in die bis dahin verschonten größeren Städte zu tragen. Wie in Kolumbien üblich bekannte sich niemand zu der Tat. (APA/dpa)

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