Washington setzt offenbar deutsche Unternehmen unter Druck

7. Februar 2003, 20:27
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Wegen Irak-Exporten - Zeitung berichtet von Brief an das deutsche Wirtschaftsministerium

Berlin - Die US-Regierung versucht einem Zeitungsbericht zufolge, Druck auf deutsche Unternehmen auszuüben, die mit dem Irak Geschäfte machen. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) droht Washington in einem Schreiben an das deutsche Wirtschaftsministerium, dass die betroffenen deutschen Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen in den USA verlieren, falls sie an ihrem Irak-Engagement festhalten.

Betroffen wären hiervon laut "Welt" etwa der Siemens-Konzern, der Medizin-Technik in den Irak exportiert, sowie DaimlerChrysler. Die Zeitung zitiert Angaben des Statistischen Bundesamtes, wonach der Handelsaustausch mit dem Irak 2001 ein Volumen von 336,5 Millionen Euro erreichte.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder seit vergangenen Montag zahlreiche Beschwerden von deutschen Unternehmen erreicht hätten, die über Absatzeinbußen in den USA klagen. Die betroffenen Unternehmer machten die "antiamerikanische Irak-Politik der Bundesregierung" für die Einbußen verantwortlich, schreibt das Blatt. (APA/AP)

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