China will politische Lösung

7. Februar 2003, 19:31
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Präsident Jiang spricht mit Bush und Chirac

Peking - China hat sich nachdrücklich für eine politische Lösung im Konflikt mit dem Irak eingesetzt. In Telefonaten mit US-Präsident George W. Bush und Frankreichs Präsident Jacques Chirac am Freitag ging Chinas Staatsoberhaupt Jiang Zemin laut Berichten in den staatlichen chinesischen Medien nicht auf die Forderung der USA nach einer neuen Resolution im Weltsicherheitsrat ein.

Jiang Zemin setzte sich im Gespräch mit Bush vielmehr für die Fortsetzung der Waffeninspektionen im Irak ein, die einige Fortschritte gemacht hätten, auch wenn es noch einige Probleme gebe. Der Irak, der keine Massenvernichtungswaffen besitzen dürfe, solle aktiver und mit eigener Initiative mit den Inspektoren zusammenarbeiten, forderte Jiang Zemin.

Es sei der allgemeine Wille des Weltgemeinschaft, die Autorität des Sicherheitsrates zu sichern, wenn es um bedeutende Fragen wie das Irak-Problem gehe, unterstrich Jiang Zemin nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in einem möglichen indirekten Hinweis auf einen militärischen Alleingang der USA und Großbritanniens.

In seinem Telefonat mit Chirac sagte Jiang Zemin, es sollten Anstrengungen unternommen werden, um einen Krieg zu vermeiden. Die Verantwortung der Vereinten Nationen sei sehr groß, zitierte ihn der China News Service. Ohne auf die von den USA gewünschte zweite Resolution einzugehen, sagte auch Chirac nur, in jeder Hinsicht solle an der Durchsetzung der bisherigen Resolution 1441 weitergearbeitet werden. Die Arbeit der Waffeninspekteure solle verstärkt werden. Es solle nichts unternommen werden, was zu einem Krieg führe. (APA/dpa)

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