Ring sicherer umradeln

7. Februar 2003, 19:52
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Planungen für den langersehnten Radweg für die Mariahilfer Straße und Zweierlinie laufen - die Ring-Route wird saniert

Wien - Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte eine Sanierung des Ringradweges auf den innerstädtischen Verkehr ähnliche Auswirkungen wie die gleichzeitige Errichtung eines Flyovers auf Süd- und Westeinfahrt: Der Ring ist schließlich die Aorta der städtischen Radwege - dass er unter chronischer Überfüllung und miserabler Markierung leidet, ändert daran nichts.

Letzteres soll sich nun - in der radverkehrsarmen Spätwinterzeit - ändern: Insgesamt 5,2 Millionen Euro werden heuer in den Ausbau von Radverkehrsanlagen investiert. Und die Sanierung des Ringradweges ist ein Teil dieses Projektes.

Die Routenführung wird nicht verändert: Eine Verlegung in die Ringnebenfahrbahn stehe nicht zur Diskussion, erklärt Radwegekoordinator Franz Blaha. Allerdings sollen Gefahrenstellen entschärft und das Konfliktpotenzial mit Fußgängern und Autofahrern reduziert werden.

Geplant ist, die inzwischen verblasste rote Einfärbung der Radwegoberfläche zu erneuern und Kreuzungsbereiche deutlicher sichtbar zu machen. Bauliche Maßnahmen sollen die Radfahrer zudem zur Rücknahme der Fahrgeschwindigkeit zwingen.

Zweites Projekt in der Innenstadt ist die Fertigstellung der Route von der Schottengasse über die Freyung zur Oper.

Im Planungsstadium befinden sich der Radweg auf der Mariahilfer Straße sowie die Verlängerung der Radroute auf der Zweierlinie bis zum Naschmarkt. (red, DER STANDARD Printausgabe 8/9.2.2003)

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