"Sympathien in Vorstandsetagen"

7. Februar 2003, 18:33
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Der Vorsitzende der "Grünen Wirtschaft", Werbegrafiker Volker Plass, sprach mit Michael Bachner über die Fantasie von Schwarz-Grün

STANDARD: Sie als Befürworter schwarz-grüner Koalitionsverhandlungen, worin soll der Reiz dieser Partnerschaft für die Wirtschaft liegen?

Plass: Der Charme ist, dass der vermeintliche Gegensatz von Ökonomie und Ökologie in eine Win-Win-Situation umgestaltet werden kann und einen ordentlichen Schub in Richtung nachhaltiges Wirtschaften bringt.

STANDARD: Wirtschaftsvertreter haben einen Horror vor Ökosteuern, mehr Klimaschutz und höherer Lkw-Maut. Wo ist da das Verbindende?

Plass: Wer behauptet, dass Ökosteuern automatisch höhere Steuern bedeuten, hat es bis jetzt nicht wert gefunden, das grüne Programm zu lesen. Grüne Politik ist meist betriebswirtschaftlich höchst interessant.

STANDARD: Die Grünen sind in Wirtschaftsstrukturen - Stichworte ÖIAG, Großindustrie - kaum verankert. Wird es zu Umfärbungsaktionen kommen wie unter Schwarz-Blau?

Plass: Stimmt nicht, es gibt durchaus Grün-Sympathien auch in Vorstandsetagen, auch wenn sich jetzt nicht reihenweise grüne Topmanager outen. Umfärbungsaktionen sind sicher nicht unser Thema. (DER STANDARD, Printausgabe 8.2.2003)

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