Israelische Polizei findet Sprengstoffgürtel in Moschee

7. Februar 2003, 16:43
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"Al-Aksa-Brigaden" bedrohen palästinensischem Innenminister

Jerusalem - Die israelische Polizei hat am Freitag möglicherweise einen Selbstmordanschlag vereitelt. Sicherheitskräfte hätten in der Toilette einer Moschee im Dorf Taibe in Zentralisrael einen Sprengstoffgürtel gefunden, teilte der regionale Polizeichef Amihai Shai mit. Das Versteck sei von zwei am Donnerstag festgenommenen Palästinensern preisgegeben worden.

Israelische Polizisten hatten die beiden Männer, die Sprengstoffgürtel trugen, nahe Tulkarem im Westjordanland gefasst. Nach Fernsehberichten waren die beiden Palästinenser gemeinsam mit anderen Männern in einem Auto unterwegs gewesen. Sie hätten einen Selbstmordanschlag in Israel geplant.

Eine Explosion in der Moschee hätte zu einer Katastrophe führen können, da sich Hunderte von israelischen Moslems dort zum Freitagsgebet versammeln, sagte Shai nach israelischen Rundfunkberichten. Der Sprengstoffgürtel sei eigentlich für einen Selbstmordanschlag am Freitag oder Samstag bestimmt gewesen. Die Leitung der Moschee habe keine Kenntnis davon gehabt.

Unterdessen hat die Fatah-Splittergruppe "Al-Aksa-Brigaden" mit der Ermordung des palästinensischen Innenministers Hani Hassan gedroht. Sollte Hassan in Nablus im Westjordanland gesichtet werden, werde er das Ziel eines Selbstmordattentats sein, warnten die "Brigaden" in einem Flugblatt, wie die israelische Zeitung "Haaretz" am Freitag berichtete. Die Warnung erfolge vor dem Hintergrund eines Streits mit der Palästinensischen Autonomiebehörde. (APA/dpa/Reuters)

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