Digitale Datendienste sollen die Mobilfunkbranche beleben

7. Februar 2003, 16:39
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Trend bei mobilen Diensten geht in Richtung Lifestyle

Durch digitale Datendienste wird sich das Wachstum der Mobilfunkbranche nach Einschätzung von Experten wieder beschleunigen. 88 Prozent der Mobilfunk-Nutzer seien einer Siemens-Studie zufolge bereit, für mobile Dienste mehr bezahlen, sagte Arnold Picot, Vorstandschef der Kommunikationsforschungs-Vereinigung "Münchner Kreis", am Freitag in München. Wichtigste Anwendungen seien das mobile Internet, Ticket-Kauf per Handy und mobile Navigationssysteme. Auch die Verkehrsindustrie werde stark von den Datendiensten profitieren, da immer mehr Anwendungen in Flugzeug, Zug und Auto eingebaut würden.

Trends

Der Trend bei mobilen Diensten gehe Richtung Lifestyle, sagte Stefan Holtel, Technologie-Manager beim Handy-Hersteller Vodafone. Wichtig seien dabei vor allem Nutzwert und Bequemlichkeit. Entscheidend sei, dass möglichst alle digitalen Geräte miteinander kommunizieren könnten, sagte Stefan Engel-Flechsig, Vorstandschef von "Radicchio", einem Bündnis zur Sicherheit beim mobilen E-Commerce. "Dann könnten Handys viel flexibler werden."

Spass-Faktor

Wichtig sei auch der Freizeit-Wert der Handy-Funktionen: "Auch Live-Glücksspiel auf dem Mobiltelefon könnte sich daher zum Renner entwickeln." Echte "Killer-Anwendungen" werde es bei der Ausbreitung der digitalen Dienste jedoch nicht geben, sagte Heinz Thielmann vom Darmstädter Fraunhofer Institut SIT. "So einen Hype wie bei der Einführung der Handys wird es daher nicht geben."

Die Autoindustrie werde von den digitalen Diensten vor allem durch die zunehmende Verbreitung von Navigationssystemen profitieren. Nach Thielmanns Angaben werde sich die Zahl der elektronischen Routenfinder in den nächsten Jahren verdreifachen. Auch das mobile Internet werde sich im Auto, aber auch in Flugzeugen und Zügen, durchsetzen. (APA)

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