Rumsfeld: "Enorme Unterschiede zwischen Deutschland und Libyen oder Kuba"

7. Februar 2003, 17:13
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US-Verteidigungsminister: Wurde "falsch und möglicherweise sogar mutwillig" interpretiert

Rom - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die empörten Reaktionen auf seinen Vergleich Deutschlands mit Kuba und Libyen kritisiert. Die Behauptung, er habe Deutschland kränken wollen, sei "falsch und möglicherweise sogar mutwillig", sagte Rumsfeld am Freitag mit einem breiten Lächeln vor Journalisten in Rom. "Es gibt offensichtlich enorme Unterschiede zwischen diesen Ländern." Einige Länder seien eben gegen einen Irak-Krieg, und "jedes souveräne Land kann machen, was es will". In Deutschland sei die Ablehnung eines Krieges so stark, dass das Land "daraus ein Wahlkampfthema gemacht hat", fügte Rumsfeld hinzu.

Der Verteidigungsminister hatte am Mittwoch vor dem Außenpolitischen Ausschuss des US-Senats gesagt, es gebe noch drei bis vier Länder, die angekündigt hätten, die USA nicht zu unterstützen: "Ich glaube, Libyen, Kuba und Deutschland." Am Samstag sollte Rumsfeld bei der Sicherheitskonferenz in München mit seinem deutschen Ressortkollegen Peter Struck zusammentreffen. (APA)

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