Prostatakrebs nimmt bei Männern zu

10. Februar 2003, 16:14
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Gesundheitsbericht der Steiermark: Vorsorgerate nimmt ebenfalls zu

Graz - An vorderster Stelle unter den Krebserkrankungen von Männern rangiert nach wie vor der Prostatakrebs. Laut dem Gesundheitsbericht der Steiermark kommt es jährlich zu rund 85 Neuerkrankungen - mit steigender Tendenz seit Beginn der neunziger Jahre. Die Vorsorgerate unter den Männern habe zugenommen, komme aber bei weitem nicht an die der Frauen heran, so der Leiter der Uni-Klinik für Urologie in Graz, Gerhart Hubmer. In den vergangenen zehn Jahren wurden an seiner Klinik nicht weniger als 1.200 Radikaloperationen auf Grund eines Prostatakarzinoms durchgeführt.

Forschungen zum Prostatakarzinom und dem Nierenzellkrebs gehören zu den Arbeitsschwerpunkten des Klinikums, das vor zehn Jahren am LKH Graz seine Arbeit aufgenommen hat. Heute ist sie mit 77 Betten, sechs habilitierten Ärzten und 15 Assistenzärzten die größte urologische Universitätsklinik Österreichs.

Medizinische Möglichkeiten verbessert

Jährlich werden rund 19.000 Patienten behandelt, wobei auch kleinere operative Eingriffe wie Prostatapunktionen, Steinentfernungen, Harnleiterschienungen und Endoskopien der Harnröhre und der Harnblase vorgenommen werden. In Spezialambulanzen für Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion), Andrologie und Kinder-Urologie erfolgt auch die Behandlung dieser speziellen Bereiche.

"Die medizinischen Möglichkeiten haben sich in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich verbessert", resummiert der Vorstand der Klinik. Während die durchschnittliche Verweildauer zu Beginn der neunziger Jahre noch bei 14 Tagen lag, kann der überwiegende Teil der Patienten die Klinik bereits nach fünf Tagen wieder verlassen - und das gilt auch für Lebendspender von Nieren, die in Graz "knopflochchirurgisch" mit kleinstmöglichem chirurgischem Eingriff entnommen wird. (APA)

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