Zwei Schnellste im letzten Training

7. Februar 2003, 16:02
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Ghedina und Cuche ex aequo voran - Fritz Strobl Fünfter - Eberharter Siebenter - Maier und Walchhofer mit Torfehler

St. Moritz - Das Abschlusstraining für die WM-Abfahrt der Herren hat am Freitag die letzten wichtigen Aufschlüsse gebracht - das Rennen am Samstag (Start: 12:30 Uhr) wird im schwierigen Mittelteil entschieden werden. Die Bestzeit in der Qualifikation legten bei strahlendem Sonnenschein, aber starkem Wind im oberen Teil ex aequo der Italiener Kristian Ghedina und der Schweizer Didier Cuche hin (jeweils 1:46,96 Minuten), Cuche hat damit seinen Startplatz fixiert. Die schnellsten Österreicher auf der "Corviglia" waren Olympiasieger Fritz Strobl als Fünfter und Stephan Eberharter als Siebenter.

Opfer des selektiven Mittelteils mit der Schlüsselpassage "Einfahrt Mauer" waren mit Hermann Maier und Michael Walchhofer u.a. auch zwei ÖSV-Asse. Beide verpassten dasselbe Tor, kamen somit nicht in die Wertung und müssen am Samstag mit einer Nummer knapp über 30 ins Rennen gehen. Titelverteidiger Hannes Trinkl kam mit dem WM-Hang noch nicht zurecht, der 35-Jährige wurde 28. und wird dadurch mit einer niedrigen Nummer als erster Österreicher starten.

Ersatzmann Kröll weit zurück

Klaus Kröll bestritt das Training als eventueller Ersatzmann, er wurde 26. Der 22-Jährige fungierte auch als Testpilot für seinen Head-Teamkollgen Trinkl, entscheidende Aufschlüsse gab es aber nicht zu vermelden. "Die Köpfe der Service-Leute werden heute noch rauchen", berichtete Kröll nach dem Abschlusstraining.

Eberharter war mit seiner Leistung zufrieden. Auch der Tiroler weiß nun ganz genau, wo das Rennen entschieden wird: "Im schwierigen Super-G-Teil. Dort liegt der Schlüssel zum Erfolg." Der im Training ausgeschiedene Walchhofer hat auch schon ein "Vorbild" für diese Passage gefunden: Hausherr Didier Cuche. "Der ist die ideale Kampflinie gefahren."

Unterschiedliche Meinungen zu Startnummern

Uneinig waren sich die ÖSV-Fahrer, welche Nummern am Samstag die entscheidenden Vorteile genießen werden. Während Walchhofer "umso später, desto besser" als Devise ausgab, hat Fritz Strobl gehört, dass das Wetter im Verlauf des frühen Nachmittags eher schlechter als besser werden soll. Maier kümmert sich hingegen um dieses Thema nicht. "Die Nummer ist egal, morgen kann die Nummer eins genauso wie die Nummer 60 gewinnen", erklärte Maier, der im windigen ersten Teilabschnitt von "kuriosen Unterschieden" sprach.

Auch Maier machte unliebsame Bekanntschaft mit der Mauer-Einfahrt. "Ich hab diesen Teil total unterschätzt", gestand der Flachauer. Alle Tore korrekt passiert hat hingegen Fritz Strobl, der neben dem Windglück das Material in den Vordergrund stellt: "Am Samstag braucht man eine Rakete." Während das Team der Österreicher bereits vor dem Quali-Training festgestanden war, vergaben die Schweizer am Freitag ihren vierten und letzten Startplatz. Im Duell der zwei Zimmerkollegen Didier Cuche und Didier Defao setzte sich Cuche als Trainings-Schnellster klar durch.

Die genauen Startnummern für die Abfahrt werden erst am Freitagabend im Rahmen der Mannschaftsführersitzung bekannt gegeben.(APA)

Wichtigere Ergebnisse vom Abschlusstraining für die Herren-Abfahrt (Samstag/12:30) :

  1. Kristian Ghedina (ITA) 1:46,96
   . Didier Cuche (SUI)     1:46,96
  3. Erik Guay (CAN)          +0,26 
  4. Ambrosi Hoffmann (SUI)   +0,61
  5. Fritz Strobl (AUT)       +0,74
  6. Marco Büchel (LIE)       +0,83
  7. Stephan Eberharter (AUT) +0,91
  8. Jeff Hume (CAN)          +1,13
  9. Didier Defago (SUI)      +1,16
 10. Bruno Kernen (SUI)       +1,18
 11. Erik Seletto (ITA)       +1,19
     weiter:
 14. Bode Miller (USA)        +1,23
 15. Franco Cavegn (SUI)      +1,33
 17. Antoine Deneriaz (FRA)   +1,37
 18. Daron Rahlves (USA)      +1,58
 26. Klaus Kröll (AUT)        +2,17
 28. Hannes Trinkl (AUT)      +2,63

Läufer mit Torfehler, u.a.:

 Kjetil-Andre Aamodt (NOR)    +0,08
 Michael Walchhofer (AUT)     +0,19
 Max Rauffer (GER)            +0,94
 Hermann Maier (AUT)          +1,91
 Lasse Kjus (NOR)             +2,77

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    Der spektakuläre Starthang.

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    Bode Miller sucht sich seinen Weg durch den Himmel.

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