Vom "Alten Europa" nach Kuba und Libyen

7. Februar 2003, 13:32
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US-Verteidigungsminister Rumsfeld über Deutschland

Berlin - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat in den vergangenen Monaten mit scharfen Worten über Deutschland immer wieder Aufmerksamkeit erregt. Eine Auswahl:

  • "Ich habe gewiss keine Pläne, mich mit jener Person zu treffen, während ich dort bin." (Am 21. September 2002 vor der NATO-Konferenz in Warschau auf die Frage, ob er dort mit dem Nachfolger des entlassenen Verteidigungsministers Rudolf Scharping, Peter Struck, zusammentreffen werde.)

  • "Wir haben in Amerika ein Sprichwort: Wenn Du in einem Loch bist, höre auf zu buddeln." (Am 25. September 2002 bei einem informellen NATO-Treffen in Warschau auf die Frage nach einer Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen.)

  • "Deutschland ist ein Problem, Frankreich ist ein Problem. Aber wenn Sie sich die riesige Zahl anderer Länder ansehen, so sind sie auf der Seite der USA und nicht Frankreichs und Deutschlands. Ich glaube, das ist das alte Europa." (Am 22. Januar 2003 in Washington nach dem Schulterschluss Frankreichs und Deutschlands in der Irak-Frage.)

  • "...Und dann gibt es eine ziemlich große Gruppe von Ländern, die angedeutet haben, dass sie in der Koalition mit dem Wiederaufbau in der Ära nach Saddam Hussein helfen wollen. Und dann gibt es drei oder vier Länder die gesagt haben, sie würden gar nichts tun: Ich glaube Libyen, Kuba und Deutschland haben angedeutet, dass sie in keiner Weise helfen wollen." (Am 5. Februar 2003 in einer Anhörung vor dem außenpolitischen Senatsausschuss über den Umfang der Unterstützung für die amerikanische Irak-Politik.)(APA/dpa)

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