Neue Radwege für die Wiener City

7. Februar 2003, 12:13
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Planungen für den langersehnten Radweg für die Mariahilfer Straße und Zweierlinie laufen - die Ring-Route wird saniert

Wien - Noch herrschen in Wien winterliche Temperaturen, und kaum ein Radfahrer lässt sich auf den Straßen blicken. Doch die Vorbereitungen für die bevorstehende Drahtesel-Saison laufen bereits auf Hochtouren: Die Stadtverwaltung will heuer insgesamt 5,2 Mio. Euro in den Ausbau von Radverkehrsanlagen investieren. Unter anderem soll der Ring-Radweg runderneuert werden.

Ring-Nebenfahrbahn wird nicht verlegt

Sobald die Temperaturen bei fünf bis zehn Grad über dem Gefrierpunkt liegen, soll die Sanierung von Wiens meistfrequentierter Radroute in Angriff genommen werden, sagte Radwege-Koordinator Franz Blaha. Die Routenführung wird dabei nicht verändert, eine Verlegung in die Ring-Nebenfahrbahn stehe nicht mehr zur Diskussion.

Gefahrenstellen entschärfen

Trotzdem sollen Gefahrenstellen entschärft und das Konfliktpotenzial mit Fußgängern und Autofahrern reduziert werden. Geplant ist, die inzwischen verblasste rote Einfärbung der Radweg-Oberfläche zu erneuern und die Kreuzungsbereiche deutlicher sichtbar zu machen. Durch bauliche Maßnahmen bei den Überfahrten sollen die Radfahrer zudem zur Rücknahme der Fahrgeschwindigkeit bewegt werden.

Projekt in der Innenstadt

Zweites Projekt in der Innenstadt ist die Fertigstellung der Route von der Schottengasse über die Freyung, die Herrengasse, die Augustinerstraße und die Albertina zur Oper. Die Verhandlungen dafür seien abgeschlossen, so Blaha. Auch hier sollen die Arbeiten so bald wie möglich starten. Für beide Projekte sind rund 150.000 Euro budgetiert.

Planungsstadium Radweg Mariahilfer Straße

Im Planungsstadium befinden sich der vor allem von den Neubauer Grünen geforderte Radweg auf der Mariahilfer Straße sowie die Verlängerung der Radroute auf der Zweierlinie bis zum Naschmarkt. In beiden Fällen werden laut Blaha verschiedene Varianten geprüft.

Zweierline

Bei der Zweierline ist eine Routenführung über die Nibelungengasse ebenso im Gespräch wie ein Radweg direkt am Getreidemarkt. Für die endgültige Entscheidung fehlt noch die Zustimmung der Bezirke 6 und 7. Im Radwegebudget - es wird heuer wieder zentral und nicht mehr von den Bezirken verwaltet - sind die beiden Routen jedenfalls schon für 2003 eingeplant. (APA)

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