Der richtige Schlaf zählt

11. Februar 2003, 14:10
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Einer Studie zufolge erhöht zuwenig aber auch zuviel Schlaf das Risiko von Herzkrankheiten

Chicago - Aus einer Langzeitstudie an fast 72.000 Krankenschwestern geht hervor, dass zuwenig aber auch zuviel Schlaf das Risiko von Herzkrankheiten erhöht. Sie wurde im Fachmagazin "Archives of Internal Medicine" veröffentlicht. Bei Frauen mit weniger als fünf Stunden Schlaf täglich lag die Wahrscheinlichkeit für Herzkrankheiten um 39 Prozent höher als bei Frauen, die pro Tag acht Stunden schliefen. Bei sechs Stunden Schlaf war das Risiko noch um 18 Prozent erhöht.

Aber auch zu viel Schlaf schadet offenbar der Gesundheit: Frauen, die neun Stunden und länger schiefen, hatten ein um 37 Prozent gesteigertes Risiko für Herzleiden. Die Forscher vermuten, dass die Untersuchungsergebnisse auch für Männern gelten. "Die Leute sollten anfangen, eine angemessene Schlafdauer nicht als Luxus zu betrachten, sondern als Beitrag zu einem gesunden Leben", sagte Untersuchungsleiter Najib Ayas.

Die Wissenschafter nehmen an, dass eine ausreichende Schlafmenge für das Herz ähnlich wichtig ist wie Bewegung oder eine gesunde Ernährung. Umfragen zufolge leidet jeder dritte Amerikaner an Schlafmangel. Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass Schlafmangel bei beiden Geschlechtern zu verschiedenen Symptomen führen kann, die sich schädlich auf das Herz auswirken, darunter erhöhter Blutdruck, vermehrte Bildung des Stresshormons Cortisol und geringere Glucosetoleranz. (APA/AP)

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    foto: photodisc
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