Europa bleibt verschneit

7. Februar 2003, 19:13
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Süditalien friert - in Griechenland schneit es - 1.200 Lastwagen saßen in der Schweiz fest - Gotthardroute ist wieder frei

München/Chur - Der Winter hatte am Freitag den Süden Europas fest im Griff. In Süditalien und Griechenland tobten Schneestürme. In den Alpen herrschte nach wie vor Lawinengefahr.

Sizilien und im Norden Athens fielen 20 Zentimeter Schnee

Auf Sizilien und im Norden Athens fielen 20 Zentimeter Schnee. Die meisten Straßen auf der Halbinsel Peloponnes und im Nordwesten des Landes waren nur mit Schneeketten befahrbar, berichteten griechische Radiosender am Freitag. Die Thermometer im Norden zeigten Minus sechs Grad Celsius.

Süditalien friert

Auch Süditalien stöhnt Medienberichten zufolge seit Tagen unter ungewöhnlicher Kälte. Der Norden Spaniens erlebt zurzeit die schlimmsten Überschwemmungen der vergangenen 22 Jahre. Wegen des Hochwassers haben die Behörden am Freitag die Evakuierung von Dörfern mit Tausenden Einwohnern entlang des Flusses Ebro angeordnet.

Gotthardautobahn am Freitagnachmittag wieder freigegeben

Nach einer fast zweitägigen Vollsperrung nach einem Lawinenabgang wurde die Gotthardautobahn am Freitagnachmittag wieder freigegeben. In der Nähe des Schweizer Wintersportortes Davos wurden drei Skifahrer von einer Lawine erfasst; alle konnten gerettet werden, meldete das Schweizer Fernsehen. Erst am Vortag war in einem anderen Skigebiet ein Bergrestaurant verschüttet worden.

Lastwagen-Chaos

Auf der Ausweichstrecke zum San Bernardino war es am Freitagmorgen zu einem Verkehrschaos gekommen. Rund 1.200 Lastwagen stauten sich auf Ausstell- und Rastplätzen.

Schnee und Sturm in Griechenland

Ein Schneesturm hat am Freitag in ganz Nord- und Mittelgriechenland zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zur Einstellung sämtlicher Fährverbindungen in der Ägäis geführt. Schnee fiel auch in den Vororten der griechischen Hauptstadt. Wie das griechische staatliche Fernsehen zeigte, lag um die Mittagszeit eine 20 Zentimeter dicke Schneedecke im Norden Athens.

Die meisten Straßen auf der Halbinsel Peloponnes und im Nordwesten des Landes waren nur mit Schneeketten befahrbar. Die Thermometer im Norden Griechenlands zeigten Minus sechs Grad Celsius. In der Ägäis wüten Winde mit Böen der Stärke zehn bis elf. Keine Fähre zu den Ostägäisinseln oder Kreta konnte aus Piräus auslaufen, berichtete der griechische Rundfunk.

Lawinentoter in Tschechien

Im tschechischen Riesengebirge riss eine Lawine einen 26-jährigen Polen in den Tod. Nahe der nordböhmischen Stadt Sokolov erfror ein Mann; er ist das 15. Kälteopfer dieses Winters in Tschechien. In Deutschland dagegen konnten die Menschen zunächst aufatmen. (APA/dpa)

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