US-Präsident Bush lässt Strategie für Cyber-Krieg entwickeln

8. Februar 2003, 11:42
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Einheitliche Richtlinien für Einsatz im Cyberspace gesucht

Die USA entwickeln eine Strategie für die Cyber-Kriegsführung. Wie die Washington Post unter Berufung auf Quellen innerhalb der Regierung berichtet, hat US-Präsident George Bush eine entsprechende Direktive bereits im Juni unterzeichnet. Die Planungen, die in einem umfassenden Ansatz zur Kriegsführung im Cyberspace münden sollen, wurden allerdings erst jetzt bekannt. Die Direktive und die nachfolgende Forschung unterliegen der strengsten Geheimhaltung.

Umfassend

Ähnlich wie bei der Erstellung einer Strategie für den Einsatz von Atomwaffen in den 50er-Jahren sollen Experten der Regierung und des Verteidigungsministeriums unter anderem eine durchgehende Strategie für den Einsatz von Cyber-Waffen ausarbeiten. Dazu gehören die Regeln, unter denen so ein Angriff stattfindet, wer solche Attacken autorisiert und wann so ein Angriff als legitim angesehen wird.

Ängste

Mit Experten von außerhalb des Verteidigungsministeriums und der Geheimdienste wurde erstmals im vergangenen Januar über diese Strategie diskutiert. Viele der Experten wenden sich allerdings gegen Cyber-Angriffe. Sie befürchten im Falle eines Cyber-Krieges der USA Vergeltungsangriffe. Daneben wird befürchtet, dass umfassende Cyberangriffe nicht nur militärische sondern auch zivile Ziele treffen könnten. (pte)

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