Schwache Technologieausgaben drücken EDS-Gewinn und Umsatz

7. Februar 2003, 09:44
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Bis zu 70 Millionen Euro Strafgeld drohen wegen Verzug bei Chipkarte in Österreich

Der weltweit zweitgrößte Dienstleister für Informationstechnologie, Electronic Data Systems (EDS), hat im Zuge der anhaltend schwachen Technologieausgaben seiner Kunden Einbußen bei Umsatz und Gewinn verzeichnet. Auch die Insolvenz der Fluggesellschaft United Airlines drückte das Ergebnis.

Strafe

In Österreich, wo die EDS gemeinsam mit der deutschen Orga den Auftrag zur Einführung des elektronischen Krankenscheins "E-Card" erhalten hat, drohen dem Konzern, wie berichtet, wegen schwerer Verzögerungen Schadenersatzforderungen bis hin zum Entzug des Auftrags. Laut "Presse" hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger bereits eine Klage gegen EDS/Orga vorbereitet, die dem Konsortium letztendlich bis zu 70 Millionen Euro kosten könnte.

Der Gewinn von EDS ist im vierten Quartal auf 360 Millionen Dollar (333 Millionen Euro) oder 75 Cent je Aktie zurückgegangen, verglichen mit 405 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Plano im US-Bundesstaat Texas mit. In dem Ergebnis sei ein Verlust von sechs Cent je Aktie im Zusammenhang mit der Insolvenz der United Airlines enthalten sowie ein Gewinn von sechs Cent je Aktie aus der Rücknahme einer bereits angekündigten Rückstellung für die insolvente Telekommunikationsgruppe WorldCom.

Zahlen

Der Umsatz im vierten Quartal sei auf 5,5 Milliarden Dollar gesunken von 5,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die US-Börsenaufsicht (SEC) hat bei dem Unternehmen informelle Untersuchungen unter anderem im Zusammenhang mit einer für das dritte Quartal 2002 ausgegebenen Gewinnwarnung eingeleitet. (APA/Reuters)

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