Glawischnig erwartet "sehr schwierige" Gespräche

6. Februar 2003, 22:44
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Trendwende der ÖVP in Umwelt- und Frauenpolitik gefordert - Forderung nach Abschaffung von Studiengebühren und Verzicht auf Abfangjägern bekräftigt

Wien - Die Grünen hätten "große Lust", ihre Vorstellungen als Regierungspartei umzusetzen. Aber die Verhandlungen darüber mit der ÖVP werden "sehr schwierig", weil die Grünen von der ÖVP eine Trendwende etwa in Umwelt- und Frauenpolitik verlangen, sagte die stellvertretende Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig Donnerstag in der "ZiB 2". Getreu der Grünen Linie vermied sie es, Bedingungen zu nennen. Sie sagte aber, die Grünen würden in den Verhandlungen "mit aller Macht darum kämpfen", dass die Studiengebühren abgeschafft und die Abfangjäger nicht angekauft werden.

Als "paar Dinge, die uns sehr wichtig sind", nannte Glawischnig neben Studiengebühren und Abfangjäger-Verzicht Umweltschutz, Menschenrechte, Integrationspolitik und die Gleichstellung der Frauen. "Wir werden zwei Wochen intensiv verhandeln und versuchen, Lösungen zu finden". Glawischnig hat den Eindruck, dass die ÖVP mit den Grünen ernsthaft verhandelt, die Sondierungsgespräche in den vergangenen Tagen seien "ernsthaft und seriös" gewesen.

Dass sie gerne Umweltministerin würde, stritt Glawischnig nicht ab. Zwar gehe es in den Verhandlungen für sie nicht darum, "irgendetwas zu werden. Aber natürlich haben wir Lust, bei den Dingen, die uns wichtig sind, einmal den Weg zu gehen, den wir vorgeschlagen haben. Natürlich."(APA)

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