"Das hat mir persönlich wehgetan"

7. Februar 2003, 14:28
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Hermann Maier ist von der Reaktion seines Teamkollegen Andreas Schifferer nach der Nominierung für den Abfahrtslauf enttäuscht

St. Moritz - Die hohen Wellen rund um die ÖSV-Entscheidung zur WM-Abfahrts-Mannschaft der Herren waren auch 24 Stunden danach noch nicht gänzlich abgeklungen. Fixstarter Hermann Maier war vor allem von der Reaktion des bereits am Mittwochabend abgereisten Andreas Schifferer enttäuscht, denn der aus dem Team eliminierte Salzburger hatte ja von einer Maier-Lobby im nationalen Verband gesprochen. "Das hat mir persönlich schon ein wenig wehgetan", erklärte Maier am Donnerstag.

Giger blickt bereits auf Samstag

Herren-Chef Toni Giger konzentriert sich zwar bereits voll und ganz auf das Freitag-Training und das Rennen am Samstag (12:30 Uhr), aber auch er nahm noch einmal zu den Nachwehen der Entscheidung Stellung. "Das war eine Situation, bei der bereits viele darauf gewartet haben, dass sie schimpfen können. Ganz egal wie sie ausgefallen wäre. Aber die wirklich kompetenten Leute haben die Entscheidung gutgeheißen." Ab sofort gilt jedoch der Blick lediglich der nahen Zukunft, der WM-Königsdisziplin. "Das Wichtigste ist, dass wir ein gutes Rennen fahren und für Österreich möglichst viele Medaillen holen", betont Giger.

"Warum bin ich überhaupt hingegangen?"

Maier stattete am Mittwoch unmittelbar nach der Entscheidung seinem Teamkollegen Schifferer einen Besuch im Hotelzimmer ab. "Ich habe ihm gesagt, dass es mir für ihn Leid tut. Als ich aber dann mitbekommen hab', was er in Interviews gesagt hat, dachte ich mir, warum bin ich überhaupt hingegangen", berichtete der Superstar, für den die heftigen Reaktionen rund um die Aufstellung seiner Person logisch sind. "Das kann den Leuten nicht egal sein, dafür hab' ich einfach schon zu viele gute Leistungen gebracht", weiß Maier über seine immense Wirkung in der Öffentlichkeit.

Kröll beim Abschlusstraining

Im Gegensatz zu Schifferer befindet sich Klaus Kröll noch im WM-Ort. Er wird auch am Freitag im Einsatz sein, Kröll bestreitet nämlich das Abschlusstraining.(APA)

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    Ein nachdenklicher Hermann Maier.

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