Irak weist Anschuldigungen der USA erneut zurück

6. Februar 2003, 21:01
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Hussein-Berater Amir Saadi bezeichnet Powells Aussagen als "Behauptungen und Lügen"

Bagdad - Die irakische Regierung hat erneut Anschuldigungen der USA zurückgewiesen, wonach sie falsche Angaben über ihr Waffenarsenal gemacht haben soll. Er habe die von US-Außenminister Colin Powell im UNO-Sicherheitsrat vorgetragenen "Behauptungen und Lügen widerlegt", sagte der Berater des irakischen Machthabers Saddam Hussein, General Amir Saadi, am Donnerstag vor Journalisten in Bagdad.

"Wo ist der unwiderlegbare Beweis?" fragte Saadi. Powell habe lediglich eine schlecht informierte Öffentlichkeit beeinflussen wollen. Seine Rede sei "einer Supermacht unwürdig" und voll falscher Angaben gewesen. Am Vorabend hatte Saadi Powells Vortrag als "typisch amerikanische Show mit Ausschweifungen und Spezialeffekten" bezeichnet. Die irakische Presse beschuldigte Powell am Donnerstag, lediglich eine Rechtfertigung für einen Krieg zu suchen.

Powell hatte am Mittwoch vor dem höchsten UNO-Gremium unter anderem mit Fotos und Tonbändern zu beweisen versucht, dass der Irak gegen die UN-Resolution 1441 verstoßen hat. Die USA werfen Bagdad den unerlaubten Besitz von Massenvernichtungswaffen und die fehlende Zusammenarbeit mit den UNO-Waffeninspektoren vor.(APA/AP)

  • Der Berater des irakischen Diktators Saddam Hussein, General Amir Saadi.
    foto: epa/afpi/marwan naamani

    Der Berater des irakischen Diktators Saddam Hussein, General Amir Saadi.

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