Langsamer fahren, sicherer gehen

6. Februar 2003, 20:17
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Tempo 30 in der Fußgängerstadt Salzburg

Salzburg - "Die Salzburger ernten die Früchte unserer Arbeit." Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) ist hoch erfreut über die jüngst präsentierte Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), nach welcher die Stadt Salzburg in der Kategorie Großstädte die für Fußgänger sicherste Kommune ist. Wie DER STANDARD berichtete, liegt laut VCÖ-Erhebung das Unfallrisiko für Fußgänger in Salzburg um 24 Prozent unter dem Bundesschnitt.

Dieses Ergebnis korrespondiert mit einer Studie des VCÖ vom vergangenen Jahr. Dabei wurde das "Unfallrisiko pro zurückgelegten Weg" verglichen. Auch hier hatte Salzburg mit einer Unfallhäufigkeit von 27 Prozent unter dem Durchschnitt eindeutig die Nase vorn.

Bremswege werden kürzer

Padutsch führt die gestiegene Sicherheit für Fußgänger vor allem auf die Ausweitung der Tempo-30-Zonen zurück: "Durch niedrigere Geschwindigkeiten werden die Bremswege kürzer." Zudem habe man mit baulichen Maßnahmen wie Verkehrsinseln zum Queren von stark befahrenen Straßen, verbreiterte Gehsteige und ampelgeregelte Fußgängerübergänge an neuralgischen Punkten viel in die Sicherheit investiert.

In der Interpretation des VCÖ kommt noch ein Faktor hinzu. Ausschlaggebend für das geringe Unfallrisiko ist demnach auch, dass in Salzburg jeder fünfte Weg per Rad erledigt werde, in Linz beispielsweise nur jeder 17. (neu, DER STANDARD Printausgabe 7.2.2003)

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