Powell: "Konflikt wird in den kommenden Wochen gelöst"

6. Februar 2003, 20:06
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US-Außenminister: "Auf die eine oder andere Weise" - Sturz von Hussein könnte Nahen Osten umgestalten

Washington - US-Außenminister Colin Powell rechnet nach eigenen Worten "auf die eine oder andere Weise" innerhalb der kommenden Wochen mit einer Lösung im Irak-Konflikt. Der am Wochenende bevorstehende Besuch der UNO-Chefinspektoren Hans Blix und Mohamed ElBaradei in Bagdad werde möglicherweise entscheidend sein, sagte Powell am Donnerstag (heute) vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats. Die Mitglieder des Weltsicherheitsrats erwarteten vom Irak deutlich mehr Entgegenkommen.

Wenn der irakische Staatschef Saddam Hussein tatsächlich mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten wolle, würde er irakischen Wissenschaftlern nicht verbieten, mit den Inspektoren zu sprechen, sagte Powell in Washington. "Er würde ihnen nicht beibringen, wie man Geheimnisse verbirgt." In seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Sicherheitsrat hatte Powell am Mittwoch dem Irak drastische Verstöße gegen UNO-Resolution vorgeworfen und mit ernsten Konsequenzen gedroht.

Powell sagte weiter, ein Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein könnte den Nahen Osten in einer Weise umgestalten, die US-Interessen entgegen kommt und den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu beenden hilft. Ein Angriff auf Irak könne zwar "einige Schwierigkeiten" während des Konflikts und in den Monaten danach mit sich bringen. "Ich denke es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Erfolg diese Region grundlegend in einer starken, positiven Weise umgestalten könnte, die US-Interessen fördert; insbesondere, wenn wir nach einem solchen Konflikt Fortschritte auf dem Weg zu einem Nahost-Frieden machen", so Powell.(APA/AP/Reuters)

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