"Jungfernzeugung" bei Tigerpython

6. Februar 2003, 19:12
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Parthenogenese bei Pythons bisher nicht gemeldet

Den Haag - Ein weiblicher Tigerpython im Tiergarten Artis von Amsterdam erwartet nach Darstellung des Zoos als Folge von "Jungfernzeugung" zur Zeit wieder Nachkommen. Die Fortpflanzung durch die so genannte Parthenogenese sei zwar von anderen Schlangenarten bekannt, von Pythons und anderen Riesenschlangen bisher aber noch nicht gemeldet worden, sagte der Biologe Eugene Bruins am Donnerstag im Zoo der niederländischen Hauptstadt.

Bruins schließt aus, dass die Eier mit Sperma befruchtet wurden, das die Schlange in ihrem Körper gespeichert habe. Das Tier sei mehr als fünf Jahre von männlichen Artgenossen getrennt gehalten worden.

Dasselbe Gen-Profil wie die Mutter

Bereits in den vergangenen Jahren hätten Embryonen des Tieres dasselbe Gen-Profil wie die Mutter gezeigt. Die Eier wurden nicht ausgebrütet. Die etwa 55 bis 60 Eier, die von der zehn Jahre alten Schlange in den nächsten Tagen abgelegt werden sollen, will Bruins jedoch erstmals ausbrüten lassen.

Außergewöhnlich sei auch, dass von dem Python-Weibchen in Amsterdam nur Töchter kämen. In anderen Fällen der Parthenogenese bei Schlangen seien die Embryonen stets männlichen Geschlechts gewesen. Bei Schlangen führt die Chromosomen-Kombination ZZ zu männlichen Tieren. Bei Menschen dagegen führt die entsprechende Chromosomenkombination XX zu Frauen. (APA/dpa)

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