Unsichere Gegengeschäfte für Abfangjäger

6. Februar 2003, 19:18
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Bisher keine fixen Zusagen - Auch Schüssels "Privatfinanzierung" ungewiss

Wien - Die Gegengeschäfte beim Ankauf neuer Eurofighter-Abfangjäger des EADS-Konsortiums drohen laut Format zu platzen. Das Magazin zitiert aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums, wonach bis 20. Jänner kein einziges Gegengeschäft unterzeichnet worden sei. Auch beim Plan des Bundeskanzlers, die Eurofighter durch ein privates Konsortium zu finanzieren, gebe es keine Fortschritte. EADS versuche, Aufträge rückwirkend schon ab 31. Oktober 2001 als Gegengeschäfte zu deklarieren. Einzig konkrete Projekte bisher sind ein DaimlerChrysler-Auftrag an Magna Steyr in Graz sowie ein Airbus-Auftrag an die oberösterreichische FACC.

Das Wirtschaftsministerium wies den Bericht zurück. Von einem Geheimbericht zu den Gegengeschäften wisse man nichts. Dass bisher noch keine Gegengeschäfte als solche anerkannt worden seien, sei nichts Ungewöhnliches: ohne Rahmenvertrag keine Gegengeschäfte. (APA, nim/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.2.2003)

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