Shi Jiuyong ist neuer Präsident des Internationalen Gerichtshofs

7. Februar 2003, 09:26
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Chinesischer Jurist wurde auf drei Jahre gewählt

Den Haag - Der chinesische Jurist Shi Jiuyong ist am Donnerstag zum neuen Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag gewählt worden. Der 76 Jahre alte Richter gehört dem obersten Gerichtshof der Vereinten Nationen bereits seit 1994 an. Der frühere juristische Berater der Regierung in Peking ist von seinen Kollegen für drei Jahre gewählt worden. Er löst als Präsident den französischen Richter Gilbert Guilleaume ab.

Zu dem von 15 Richtern gebildeten Gerichtshof im Friedenspalast gehört seit Donnerstag auch der deutsche Jurist Bruno Simma. Der aus Quierschied (Saar) stammende Experte für internationales Recht und ehemalige Dekan der Rechtsfakultät in München (1995-1997) gehört jetzt der University of Michigan Law School in Ann Arbor (USA) an. Er war im Oktober von der UNO-Vollversammlung gewählt worden.

Die weiteren Mitglieder des Gremiums kommen aus Jordanien, den USA, Ägypten, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Sierra Leone, Japan, Venezuela, Madagaskar, Brasilien, der Slowakei und Russland. (APA/dpa)

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