FPÖ-Kärnten spricht von "Katastrophe"

6. Februar 2003, 15:35
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Strutz rechnet mit dramatischer Benachteiligung seines Bundeslandes - Angst vor zweisprachigen Ortstafeln

Klagenfurt - Aus Sicht der Kärntner Freiheitlichen wäre eine schwarz-grüne Bundesregierung eine "Katastrophe" für das südliche Bundesland. Landesparteiobmann Martin Strutz sprach am Mittwoch wörtlich von "dramatischen Benachteiligungen für Kärnten".

Strutz erwähnte in diesem Zusammenhang, dass weitere zweisprachige Ortstafeln in Südkärnten "sofort Realität" werden würden. Weiters verwies er auf die Ökobesteuerung durch die Grünen, welche eine Erhöhung der Maut zur Folge hätte. "Es würde nicht nur weiterhin eine Doppelbemautung geben, sondern auch zur eine Erhöhung der Mautgebühren kommen", befürchtet der Kärntner FPÖ-Obmann.

SP-Landesvorsitzender Peter Ambrozy erklärte, eine neue Bundesregierung - wie immer sie auch aussieht - werde "an dem gemessen, was am Ende für Kärnten heraus schaut". "Wir werden sehen, was von den Wünschen, die auf dem Tisch liegen, auch tatsächlich verwirklicht wird", sagte er auf Anfrage. Dies gelte vor allem für die Wirtschaftspolitik. Er hoffe, dass sich die Bundesregierung der "misslichen Lage gerade in Kärnten" annimmt.

Für VP-Landesobmann Georg Wurmitzer ist eine schwarz-grüne Koalition durchaus denkbar. In Ökologiefragen gebe es keine Differenzen, meinte er. Bei gesellschaftspolitischen Themen klaffe hingegen zwischen den beiden Parteien noch "eine große Lücke". (APA)

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    Martin Strutz: Schwarz-Grün wäre eine "Katastrophe" für Kärnten

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