Frankreichs Zeitungshandel weiter rückläufig

6. Februar 2003, 15:23
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Minus 14,6 Prozent seit 1996 im Stückverkauf

Der zu hohe Preis, die Unfreundlichkeit der Verkäufer und das Überangebot an Titeln sind die hauptsächlichen Ursachen, weswegen die Franzosen immer weniger Printmedien im Zeitungshandel kaufen, ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts BVA, die im Auftrag der Pressevertriebsgesellschaft NMPP erstellt wurde. Der Stückverkauf im Zeitungshandel hat von 1996 bis 2002 um 14,6 Prozent abgenommen. Im Vorjahr betrug der Rückgang 4 Prozent, der Umsatz legte mit plus 0,6 Prozent leicht zu, so NMPP.

Als Ursache, weswegen sie nicht im Zeitungshandel kaufen, nannten 59 Prozent der 1.005 Befragten den Preis, 57 Prozent die schlechte Behandlung durch die Zeitungshändler und 47 Prozent die zu große Anzahl von Titeln. Laut NMPP werden seit zehn Jahren jedes Jahr etwa einhundert neue Zeitungen und Zeitschriften angeboten.

Laut Umfrage lesen 75 Prozent der Franzosen "mindestens einmal die Woche" ein Printmedium. Von diesen lesen 38 Prozent die "Consumers magazines" der großen Vertriebsgesellschaften und 15 Prozent die Gratiszeitungen, insbesondere Metro und 20 Minutes. In den letzten sechs Monaten haben 95 Prozent ein Pressemedium gelesen. In 78 Prozent der Fälle war es eine kostenpflichtige Zeitung. 82 Prozent der Leser beschafften sich das Blatt im Zeitungshandel, der Rest per Abonnement. (APA)

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