Berlin will US-Beweise im Irak überprüfen

6. Februar 2003, 14:26
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Anerkennung für Auftritt von Außenminister Powell

Berlin - In einer ersten Reaktion auf die Rede von US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat hat die deutsche Bundesregierung gefordert, dass die vorgelegten Fakten von den UN-Waffenkontrolleuren im Irak selbst überprüft werden. Wie Regierungssprecher Bela Anda am Donnerstag mitteilte, unterstützt die Bundesregierung auch die französische Forderung nach einer Intensivierung des Inspektionsregimes. "Die Inspekteure müssen für ihre Arbeit die erforderliche Zeit und die notwendigen Mittel erhalten", hieß es in der Erklärung.

Die deutsche Bundesregierung begrüßte die ausführliche Unterrichtung des Sicherheitsrates von Seiten Powells: "Durch den Auftritt von Außenminister Powell haben die USA die Rolle des Sicherheitsrats für die Konfliktlösung anerkannt und gestärkt." Weiter hieß es: "Mit der Mehrheit der Sicherheitsratsmitglieder fordert die Bundesregierung, dass die vorgelegten Fakten an die Inspekteure übergeben und von diesen vor Ort überprüft werden."

Den irakischen Präsidenten Saddam Hussein forderte die Bundesregierung auf, die UN-Resolutionen zur Entwaffnung vorbehaltlos zu erfüllen und mit den Inspekteuren zusammenzuarbeiten. "Die Bundesregierung wird sich weiterhin mit allen Kräften für eine friedliche Konfliktbeilegung einsetzen", erklärte Anda. (APA/AP)

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