Haider: Unzählige zweisprachige Ortstafeln bei grüner Regierungsbeteiligung

6. Februar 2003, 11:09
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Früherer FPÖ-Bundesobmann warnt vor "Penetranz" der Grünen Minderheitensprecherin Terezija Stoisits

Klagenfurt - Der frühere FPÖ-Bundesobmann Jörg Haider (F) hat am Donnerstag in seiner Eigenschaft als Kärntner Landeshauptmann vor einer Regierungsbeteiligung der Grünen gewarnt. "Wenn es zu Schwarz-Grün kommt, wird es kein Geld mehr für Kärnten geben, aber dafür werden unzählige zweisprachige Ortstafeln beschlossen", sagte er vor Journalisten in Klagenfurt. Wörtlich sprach Haider von der "Penetranz" der Grünen Minderheitensprecherin Terezija Stoisits, die Kärnten bestrafen und zusätzlich 247 Ortstafeln aufstellen lassen wolle.

Haider kündigte auch einen "erwachenden Widerstand" all jener Bundesländer an, die bisher vom Bund benachteiligt worden seien. Er erwähnte in diesem Zusammenhang den Nahverkehr, wobei Kärnten, Salzburg und Tirol gegenüber Wien und Niederösterreich deutlich weniger an Bundeszuschüssen lukrieren würden. Kärnten wolle jedenfalls, wie bereits bisher mit der Steiermark, seine Zusammenarbeit mit anderen Ländern verstärken, um gemeinsame Interessen durchzubringen.

"Auch wenn die FPÖ in der künftigen Bundesregierung sitzt, werden wir zeigen, was Föderalismus ist", sagte Haider. Und der frühere FPÖ-Chef weiter: "Jede Bundesregierung wird von mir als Landeshauptmann gleich behandelt. Je besser sie mit Kärnten umgeht, desto freundlicher werde ich sein, je schlechter sie Kärnten behandelt, desto größer wird mein Widerstand sein". (APA)

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